Wenn Sie schon einmal einen Bericht über Ihre Website bekommen haben, standen dort wahrscheinlich drei Abkürzungen: LCP, INP und CLS. Dahinter stecken die Core Web Vitals – drei Messwerte, mit denen Google beurteilt, wie sich eine Seite für echte Besucher anfühlt. Sie fließen ins Ranking ein, und sie entscheiden ganz nebenbei darüber, ob ein Interessent auf Ihrer Seite bleibt oder zurück zur Suche geht.
Das Thema klingt technisch, ist aber im Kern einfach. Google misst nicht, wie schön eine Seite ist oder wie viel sie kann, sondern drei sehr alltägliche Erfahrungen: Wie lange warte ich? Reagiert die Seite, wenn ich etwas antippe? Und bleibt sie ruhig, oder springt alles hin und her? Dieser Artikel übersetzt die drei Werte, zeigt, wo Sie sie ablesen, und erklärt, was Websites in der Praxis langsam macht.
Die drei Messwerte, übersetzt
LCP – Largest Contentful Paint – „Wann sehe ich das Wichtigste?“ Google misst, wann das größte sichtbare Element der Seite fertig geladen ist – meist das Titelbild oder die große Überschrift. Bis dahin sieht der Besucher eine weiße Fläche oder ein halbes Gerüst. Als gut gilt ein Wert von höchstens 2,5 Sekunden.
INP – Interaction to Next Paint – „Reagiert die Seite auf mich?“ Hier geht es um die Zeit zwischen einem Klick oder Tipp und der sichtbaren Reaktion der Seite. Jeder kennt den Moment, in dem man auf „Absenden“ tippt, nichts passiert, und man noch einmal tippt. Als gut gilt eine Reaktion innerhalb von 200 Millisekunden. INP hat 2024 den älteren Wert FID abgelöst, weil er nicht nur den ersten Klick, sondern das Verhalten während des gesamten Besuchs betrachtet.
CLS – Cumulative Layout Shift – „Bleibt die Seite ruhig?“ Dieser Wert misst, wie stark sich Elemente verschieben, während die Seite noch lädt. Der Klassiker: Man will auf „Anrufen“ tippen, im letzten Moment schiebt sich ein Banner dazwischen, und man trifft die Cookie-Meldung. Als gut gilt ein Wert unter 0,1 – das ist ein Verhältnis, keine Zeit, aber die Faustregel lautet: nichts darf springen.
