Die neue Website ist online, der Webdesigner hat abgerechnet, und dann kommt der Moment, in dem Sie den Firmennamen bei Google eingeben. Auf Seite eins: das Branchenbuch, ein Bewertungsportal, der Wettbewerber aus dem Nachbarort. Die eigene Seite ist nicht dabei. Oder sie erscheint zwar beim Firmennamen, aber nicht, wenn jemand nach dem sucht, was Sie eigentlich anbieten.
Das ist kein Einzelfall, sondern der Normalfall bei kleinen und mittleren Unternehmen. In den meisten Fällen liegt es nicht an einem geheimen Google-Algorithmus, sondern an einer Handvoll handwerklicher Ursachen, die sich prüfen und beheben lassen. Fünf davon begegnen uns immer wieder.
Grund 1: Google kennt Ihre Seite gar nicht
Google zeigt nur Seiten an, die es vorher gefunden, gelesen und in seinen Index aufgenommen hat. Dieser Index ist eine Art Karteikasten mit allen Seiten, die Google kennt. Was dort nicht drin ist, kann nicht gefunden werden – egal wie gut die Seite ist.
Dass eine Seite fehlt, hat meist einen von drei Gründen. Erstens: Niemand hat Google Bescheid gesagt. Google findet neue Seiten über Links von anderen Seiten; eine frisch gestartete Website, auf die noch niemand verlinkt, kann wochenlang unentdeckt bleiben. Zweitens: Die Seite ist versehentlich gesperrt. Viele Systeme haben während der Entwicklung einen Schalter „Suchmaschinen aussperren“, damit die halbfertige Seite nicht auftaucht – und dieser Schalter wird beim Livegang vergessen. Drittens: Nach einem Umzug auf eine neue Domain oder auf HTTPS wurden die alten Adressen nicht weitergeleitet, und Google landet im Leeren.
Google selbst sagt dazu, dass die Aufnahme einer neuen Seite zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen dauern kann. Wer nach einer Woche noch nichts sieht, sollte in der kostenlosen Google Search Console nachsehen: Dort steht für jede Adresse, ob sie im Index ist und wenn nicht, warum.

